Das Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät ist eine dreijährige Vollzeitausbildung zum „Staatlich geprüften Designer“ im Bereich Schmuck und Gerät. Vorrangiges Ausbildungsziel ist es, Gestaltung und Technik im Schmuck miteinander zu verbinden. Kernfach ist daher das Fach „Entwurf und Realisation“, das gestalterisches Denken und handwerkliches Tun vereint. Gestalterische Themenstellungen bilden den Ausgangspunkt für eine individuelle Aufgaben-bearbeitung. Je nach Ausbildungsjahr gibt es entsprechende Schwerpunkte im Unterricht.

Im ersten Jahr werden überwiegend Grundtechniken des Goldschmiedens mit grundsätzlichen Gestaltungsfragen kombiniert. Im zweiten Jahr bildet die serielle Fertigung mit allen dazugehörigen Techniken, wie z.B. die Gusstechniken einen Schwerpunkt. Das dritte Jahr widmet sich verstärkt den Sondertechniken des Goldschmiedens. So wird Mokume-Gane, das Ätzen von Metallen, das Granulieren und z.B. das Tauschieren geübt.

Im Fach „Entwurf und Realisation“ werden Ideen entwickelt und gezeichnet, Modelle gebaut, die technische Umsetzung überlegt, ausprobiert und das Schmuckstück fertig gestellt. Die Präsentation der Arbeit sowohl während der Ausbildung (Schulgalerie, SchmückBar) als auch zum Ausbildungsschluss, ist ein wichtiger Bestandteil im Ausbildungskonzept. Hier werden alle wichtigen Arbeitsschritte mit den zugrundeliegenden Gedanken Lehrern und Schülern im gleichen Maße erklärt.

Als Grundlage für die handwerklich-technische Ausbildung in den klassischen Goldschmiedetechniken werden gezielt technische Übungen einbezogen. Der theoretische Unterricht ist vielfältig und bezieht alle Inhaltsbereiche der Schmuck- und Gerätherstellung ein.

Abschluss: Staatlich geprüfte/-r Designer/-in (Schmuck und Gerät). Die umfassende gestalterische, technische und theoretische Ausbildung im Berufskolleg ermöglicht anschließend eine flexible berufliche Orientierung in den unterschiedlichen Bereichen der Schmuckherstellung. Die für ein Studium notwendige Fachhochschulreife kann durch den gleichzeitigen Besuch von Zusatzunterricht erworben werden.

Die Absolventen des Berufskollegs, die ihre Fachhochschulreife nachweisen können, werden an den Hochschulen mit entsprechenden Studiengängen gern als Studierende aufgenommen. Nach einer betrieblichen ein- bis eineinhalbjährigen Zusatzausbildung ist es auch möglich, die Gesellenprüfung im Goldschmiedehandwerk abzulegen.

Aufnahmebedingungen:
Mittlere Reife oder gleichwertiger Bildungsstand. Wichtig ist uns zudem der Nachweis gestalterischer Fähigkeiten durch eine Mappe mit mindestens zehn eigenen grafischen Arbeiten im Format DIN A 3. Anmeldeschluss ist der 1. März des jeweiligen Jahres, in dem der Schulbesuch beginnen soll.

Da die Zahl der Bewerber/innen die Aufnahmekapazität der Schule oft übersteigt, entscheidet ein Eignungstest über die Aufnahme. Gefragt sind dabei handwerkliche und gestalterische Fähigkeiten.